Vor nunmehr 40 Jahren am 14.02.1978 erblickte ich im Kreiskrankenhaus im ostdeutschen Merseburg bei Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt, damals noch Bezirk Halle/Kreis Merseburg in der DDR) das Licht der Welt.

Nach einem Schicksalsschlag in der Familie zog ich mit meiner Mutter und meinem kleineren Bruder Ende 1989 nach Emmendingen bei Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg), wo ich am Tage meines zwölften Geburtstags zum ersten Mal Unterricht am Piano-Akkordeon bei Elvira Müller (1. Akkordeon-Orchester Emmendingen, kurz 1. AOE) erhielt.

Schon früh zeigte sich, dass ein gewisses spielerisches (und wie sich später herausstellte vor allem kreatives) Talent in mir schlummerte. So war es nicht verwunderlich, dass bereits knapp zwei Jahre später der Eintritt ins Jugendorchester (1. Stimme) und selbst ins Erwachsenenorchester (Bass) möglich war.

Im Alter von 16 Jahren entstanden, nach verschiedenen größtenteils improvisierten Solo- und Duo-Stücken, meine ersten drei komponierten Orchesterwerke. Dabei nutzte ich von Anfang an zur Notation einen Computer (damals noch einen PC).

Im Anschluss an mein Abitur 1997 studierte ich zwei Semester Musik (Hauptfach: Akkordeon MIII bei Josef Bugala, Nebenfächer: Klavier bei Gaby Brändle und Dirigieren bei Hans-Günther Kölz) am Hohner-Konservatorium in Trossingen. Leider musste ich dieses Studium nach eingeschobenem Zivildienst aus finanziellen Gründen abbrechen.


Zurück in Emmendingen begann ich beim 1. AOE als Ausbilder tätig zu sein und leitete ab Anfang 2001 nebenher das von mir ins Leben gerufene Akkordeon-Quintett „Allegro giocoso“. Ende 2001 übernahm ich zusätzlich den Unterricht einiger Schüler sowie die Leitung des Jugend-Ensembles beim Akkordeon-Verein Denzlingen (kurz AVD).

Nach erfolgreich abgeschlossenem DHV-Lehrgang C3 (Ausbildung zum Dirigenten, Abschlussnote: 1,0 sowohl theoretisch als auch praktisch) wurde mir im Sommer 2003 die Leitung des Jugendorchesters des 1. AOE übertragen.

Seit 2005 leite ich zudem das Erwachsenenorchester des AVD und darf mich als musikalische Gesamtleitung dieses Vereins bezeichnen.

Nachdem ich 2007 zusammen mit der Vorstandschaft des AVD das „KJu-Band“-Konzept entwickelte und seither die im darauf folgenden Jahr gegründete KJu-Band (Kinder- & Jugend-Band) des AVD leite, übergab mir Ende 2009 meine ehemalige Akkordeonlehrerin Elvira Müller schließlich das Konzertorchester des 1. AOE, womit ich nunmehr auch als musikalische Gesamtleitung meines „Heimatvereins“ wirke.

Sowohl mit den Orchestern als auch mit dem Quintett/Sextett und sogar der Band durfte ich mich als Dirigent und (teils spielender) Leiter bei mehreren Wettbewerben auf Bezirks- & Landesebene sowie international („World Music Festival“ in Innsbruck) über ausgezeichnete und hervorragende Bewertungen und zahlreiche erste Plätze freuen.

Seit 2010 spiele ich nebenher auch Knopfakkordeon (C-Griff) und seit 2011 zusätzlich ein bißchen Schlagzeug, beides im autodidaktischen Studium.

Beim 12. „World Music Festival“ in Innsbruck erspielten sich die Spieler des AOE Ensembles „Allegro giocoso“ 2016 mit der sechs-sätzigen Suite „Shenanigans (op. 101)“ aus meiner Feder den 1. Platz mit dem Prädikat „hervorragend“ (Weltmeister in der Kategorie „Kammermusik Mittelstufe“).
Einige wenigen Wochen vor dem internationelen Wettbewerb sprang ich für meine Kollegin Elvira Müller ein und dirigierte ihr Orchester „Tonika“ dank ihrer exzellenten Vorbereitung im Vorfeld auf den 1. Platz ebenfalls mit dem Prädikat „hervorragend“ (Weltmeister in der Kategorie „Hobby-Orchester“).

Leider verstarb Elvira Müller im Juli 2017 - doch die „Tonika“-Spieler führen das Werk ihrer ehemaligen Dirigentin seither in ihrem Andenken unter meiner Leitung fort.

Mitte 2016 schlossen sich die Spieler des Akkordeon-Clubs Sexau dem Denzlinger Konzertorchester an und proben nunmehr gemeinsam unter meiner Leitung als „Akkordeon-Orchester Denzlingen/Sexau“ (kurz AODS).


Bisher habe ich 143 Stücke geschrieben, darunter zahlreiche Orchesterwerke (unter anderem neun klassische Sinfonien für Akkordeonorchester), sowie mehrere Ensemble-, Duo- und Solostücke; auch versuche ich mich (vor allem im klassischen Bereich) gern als Arrangeur - bisher wurden 40 meiner Bearbeitungen veröffentlicht.

2009 war meine dreisätzige „Tiny Celtic Symphony (op. 122)“ das bestplatzierte Werk beim europaweit ausgeschriebenen DHV-Kompositionswettbewerb und wurde im Rahmen des Deutschen Akkordeonmusik-Preises (DAM) in Baden-Baden vom Untergrombacher Akkordeonorchester unter der Leitung von Wolfgang Pfeffer uraufgeführt.

2013 konnte ich diesen Erfolg wiederholen: Mein sieben-sätziges Monumentalwerk „Edmon, King of Verduvia (op. 139)“ wurde beim international ausgeschriebenen DHV-Kompositionswettbewerb als bestes Werk prämiert und im Juni 2014 in Remscheid vom Bundesakkordeonorchester unter der Leitung von Bundesdirigent Stefan Hippe uraufgeführt.

2017 wurde das von der Union Accordéoniste Mixte de Genève in Auftrag gegebene Werk „La pêche miraculeuse“ bei einem Konzert der besonderen Art unter dem Motto „musiques en couleurs • couleurs en musiques“ neben Werken von Ad Wammes & Hans-Günther Kölz uraufgeführt; die Musik der drei speziell für diesen Abend geschriebenen Stücke entstand inspiriert vom gleichnamigen Bild von Konrad Witz.